Schenkung / Vererbung von Immobilien

Das Steuerharmonisierungsgesetz (StHG) verpflichtet die Kantone auf folgenden Handänderungen keine Einkommens- und Grundstückgewinnsteuern zu erheben:

» Schenkung

» Erbvorbezug

» Erbfolge und Erbteilung

Überblick: Steuern bei Schenkung und Vererbung

Steuerhoheit

  • Kantone

Steuerobjekt

  • Vermögensanfall bzw. Zuwendung
  • Gemischte Schenkungen (teils unentgeltlich [zB Schenkung oder Erbvorbezug], teils entgeltlich [zB Schuldübernahme Hypothek oder Aufzahlung])
  • Steuerbefreiung: Gelegenheitsgeschenke

Steuersubjekt

  • Lebzeitiger Vermögensübergang
    • Beschenkter, Begünstigter (Erwerber)
  • Vermögensübergang von Todes wegen
    • Erben
    • Vermächtnisnehmer
  • Steuerbefreiung:
    • Gemeinwesen, gemeinnützige Institutionen
    • Ehegatten und Nachkommen

Steuerarten

  • Erbanfallsteuer (Besteuerung des Erbteils jedes Erben)
  • Nachlasssteuer (Besteuerung des hinterlassenen Vermögens des Erblassers)

Steuersätze

  • Kantonal unterschiedlich
  • Variante 1: Progressive Grundtarife je nach Höhe des Vermögensanfalls, teils nach Verwandtschaftsgrad unterschiedliche Tarife
    • AG, GE, SO, VD, ZG
    • Einfache Steuer je nach Verwandtschaftsgrad mit Vielfachem multipliziiert: BL, BE, SH, UR und ZH.
  • Variante 2: Proportionaler Tarif abgestuft nach Verwandtschaftsgrad
    • in der Basisform ohne Zuschläge: AR, AI, FR, NE, NW, OW, SG und VS
    • Zuschläge je nach Höhe des Vermögensanfalls: BS, GL, LU und TG
  • Kanton Schwyz erhebt weder eine Schenkungs- noch eine Erbschaftssteuer

Steuerbemessungsgrundlage

  • Bewertungszeitpunkt
    • Schenkung, Erbvorbezug oder Todeszeitpunkt
  • Bewertung
    • Verkehrswert der Nachlassgegenstände
    • Allg. Immobilien: Richtlinien für formelmässige Bewertung; landwirtschaftliche Liegenschaften: Ertragswert

Steuerbezug

  • Inventarisation (Nachlassinventar)

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