MWST-Vertragsklauseln im Grundstückkaufvertrag

Checkliste: MWST-Vertragsklauseln im Grundstückkaufvertrag

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sollte der Grundstückkaufvertrag folgende MWST-Klauseln enthalten:

  1. Kaufpreis und MWST
    • exklusive MWST (Hinweis) oder offener Ausweis MWST-Betrag
    • Kaufpreis-Differenzierung in Bauten-Wert und Boden-Wert bei MWST-Pflicht
    • Optionsanteil, falls nicht die ganze Immobilie steuerbar genutzt wurde
  2. MWST-Gewährleistungsklauseln
    • Zusicherung, dass Steuerstatus des Verkäufers noch aktuell ist
    • Zusicherung, dass keine Umnutzung erfolgte
    • Zusicherung, dass die MWST-Optierung in allen bzw. den zu nennenden Mietverträgen verabredet ist
    • Zusicherung, dass bei einer von der MWST ausgenommenen Vermietung alle Mieter räumlich eindeutig getrennte Räume belegen, in die sie jederzeit uneingeschränkten Zutritt haben (keine Trennung: MWST-Praxis nimmt die steuerbare Einräumung eines Nutzungsrechtes an)
    • Zusicherung, dass Parkplatzvermietung MWST-konform erfolgte / Uebergabe PP-Mietverträge
    • Altlastensanierung?
      • durch Verkäufer? Im Namen und auf Rechnung des Verkäufers?
      • durch Käufer? Käufer wird, weil die Sanierungskosten im Zusammenhang mit dem Boden stehen, kein Vorsteuerabzug zugebilligt werden, auch wenn die Liegenschaft künftig steuerbar genutzt wird
  3. Sicherstellung der MWST-Zahlung
    • Direktzahlung durch Käufer
    • Allg. Sicherheiten
  4. Anwendung des Meldeverfahrens oder Verpflichtung des Verkäufers, bei der ESTV sein Wahlrecht zu nutzen und zu beantragen, die Immobilie nicht ins Meldeverfahren einzubeziehen
  5. Dokumentierungspflicht des Verkäufers
    • Dokumentierungsverpflichtung
    • Übergabe von Kopien der MWST-relevanten Unterlagen vom Verkäufer an den Käufer

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